Dissertationsprojekt

Arbeitstitel: “Emotionales Erleben im Fremdsprachenunterricht am Ende der Sekundarstufe I – eine Längsschnittuntersuchung”

Emotionen im schulischen Fremdsprachenunterricht sind in der Fremdsprachendidaktik bislang nur wenig untersucht worden, obwohl die Forderung nach der Erforschung schon früh erhoben worden ist. Ein Einfluss von Emotionen auf das Lernen und Leisten wurde in unterschiedlichen Studien belegt. In Mehrkomponentendefinitionen von Emotion ist die Motivation eine Komponente. Emotionen stellen einen wichtigen Faktor bei der Internalisierung externer Lernaufgaben dar. In der Selbstbestimmungstheorie der Motivation von Deci & Ryan wird von einem Zusammenhang zwischen persönlicher Bedeutsamkeit und Motivation ausgegangen. Findet das Lernen dabei selbstbezogen statt, erhält das Wissen eine größere emotionale Bedeutsamkeit und führt somit zu größerer Motivation. Positive Emotionen werden als Basis für intrinsische Motivation beschrieben. Im sozial-kognitiven Modell zur Entwicklung von Lern- und Leistungsemotionen von Reinhard Pekrun ist ein wichtiger Bereich emotionsauslösender Instruktionsmerkmale die Autonomiegewährung.

Ziel des Dissertationsvorhabens,  ist, zu untersuchen, welche Rolle das emotionale Erleben im Fach Französisch gegen Ende der Sekundarstufe I spielt. Außerdem soll der Frage nachgegangen werden, ob ein Zusammenhang von Emotionen mit der Motivation und dem Interesse für das Fach besteht und wie sich dieser beschreiben lässt.

Methodisch ist eine Verbindung von quantitativer und qualitativer Erhebung geplant. Zunächst soll eine Fragebogenstudie erfolgen, an die im Anschluss qualitative Leitfadeninterviews, so genannte problemzentrierte Interviews, geführt werden.

Die Auswertung soll unter anderem Mit Mehrebenenanalysen (HLM) und qualitativer Inhaltsanalyse erfolgen.